Programm OWF26
Stand: 3. Februar 2026
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum 2026 steht unter dem Leitgedanken „Eine neue (Un)Ordnung“. Die Gewissheiten der vergangenen Jahrzehnte sind brüchig geworden: geopolitische Machtverschiebungen, technologische Umbrüche, neue Handelskonflikte und sicherheitspolitische Risiken verändern die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Politik grundlegend. Deutschland und Europa müssen ihren Platz in dieser neuen Weltordnung erst wieder definieren – und Ostdeutschland spielt dabei eine besondere Rolle als Transformationsregion mit Erfahrung, Tempo und Zukunftspotenzial.
Folgende Programmschwerpunkte erwarten Sie an den drei Konferenztagen:
Sonntag, 31. Mai 2026
Der Sonntag bildet den inhaltlichen Auftakt des OWF26 und setzt bewusst eine geopolitische Klammer um die kommenden Tage. Im Mittelpunkt stehen Machtverschiebungen, neue wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Frage, welche Rolle Europa – und insbesondere Deutschland – in einer Welt neuer (Un)Ordnung einnehmen kann. Ein Jahr nach dem Start der neuen Bundesregierung geht es um das Zusammenspiel von politischer Verantwortung und wirtschaftlicher Realität sowie um Orientierung in einer zunehmend fragmentierten Welt. Ergänzend richtet sich der Blick auf Mittel- und Osteuropa und das Potenzial einer vertieften Zusammenarbeit innerhalb der Region. Auch die besonderen Herausforderungen und Chancen Ostdeutschlands werden vor diesem veränderten globalen Hintergrund in den Fokus gerückt. So eröffnet der Sonntag nicht nur das Forum, sondern auch drei Tage des Dialogs über Zusammenarbeit, strategische Weichenstellungen und Zukunftsperspektiven.
Wir freuen uns sehr, dass Bundeskanzler Friedrich Merz das OWF 2026 mit einer Keynote eröffnen wird. Einen weiteren Impuls setzt Prof. Marcin Piatkowski, Professor of Economics an der Kozminski University, mit seiner Perspektive auf Mittel- und Osteuropa.
Montag, 1. Juni 2026
Am Montag rückt die Transformation Ostdeutschlands ins Zentrum des Forums. Im Fokus stehen Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, der wirtschaftlichen Erneuerung und der industriellen Zukunft einer Region im Umbruch. Diskutiert wird, welche Faktoren heute über Investitionen, Wachstum und Standortattraktivität entscheiden – von Industriepolitik und Infrastruktur über Gesundheitswirtschaft bis hin zu neuen industriellen Perspektiven in einer veränderten Sicherheitslage. Dabei geht es auch um die Rolle Ostdeutschlands im europäischen Wettbewerb: Kann die Region zum Knotenpunkt werden oder droht sie, zur Peripherie zu geraten? Und wie lassen sich aus Versorgungsdruck und Strukturwandel neue Innovationsräume entwickeln? Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welchen Beitrag Ostdeutschland künftig zur Sicherheits- und Resilienzökonomie Europas leisten kann.
Eine Keynote von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt einen zentralen Akzent zum Auftakt des Montags. Konkrete Einblicke zur Stimmungslage in der Region liefert zudem das Transformationsbarometer, das gemeinsam mit Tilo Hacke, Vorstandsmitglied Deutsche Kreditbank (DKB) und weiteren Wirtschaftsvertretern vorgestellt und diskutiert wird.
Dienstag, 2. Juni 2026
Der Dienstag richtet den Blick konsequent nach vorn: auf Digitalisierung, digitale Souveränität und neue Geschäftsmodelle für Ostdeutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Staat selbst zum Treiber von Innovation werden kann und wie Regionen von digitalen Entwicklungen profitieren. Digitalisierung wird dabei nicht als reines Technikthema verstanden, sondern als zentrale Standortfrage. Es geht um Daten, Rechenleistung und Künstliche Intelligenz ebenso wie um die Fähigkeit, aus Ideen skalierbare Geschäftsmodelle und reale Wertschöpfung zu entwickeln. Diskutiert wird, wie digitale Souveränität jenseits neuer Abhängigkeiten entstehen kann und ob Ostdeutschland im globalen Wettbewerb zum digitalen Zukunftsraum Europas wird – oder zum Zuschauer.
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger eröffnet diesen Tag mit einer Keynote, und wir freuen uns auf seine Einschätzung der digitalen Transformation als Wachstumsmotor für Deutschland und die ostdeutschen Länder.
Das OWF26 bietet Raum für Orientierung, Austausch und Impulse – im direkten Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundesregierung, europäischen Institutionen, internationalen Partnerländern sowie ostdeutscher Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft.
Diskutieren Sie mit. Gestalten Sie mit. Die wirtschaftspolitische Zukunft in einer neuen (Un)Ordnung.







